
Es gibt diesen einen Moment im März, den niemand erleben möchte. Sie öffnen nach Monaten die Tür, füllen voller Vorfreude Wasser für die erste Fahrt ein, die Pumpe läuft an - und unter dem Fahrzeug tropft es. Der Boiler ist gerissen, eine Leitung geplatzt, und aus der ersten Reise des Jahres wird ein teurer Werkstatttermin. Fast immer steckt derselbe Grund dahinter: Das Reisemobil wurde im Herbst nicht sauber winterfest gemacht.
Ein Wohnmobil winterfest zu machen ist keine Wissenschaft, aber es verzeiht keine Schlamperei. Nicht alles, was in Foren als Pflicht gilt, brauchen Sie wirklich. Drei Dinge aber entscheiden über einen sorgenfreien Frühling: das Wasser, die Batterie und die Feuchtigkeit. Um die geht es hier, dazu um das, was Herstellerchecklisten für Motor, Gas und Standplatz vorsehen.
Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus - um fast ein Zehntel seines Volumens. Und es drückt dabei mit einer Kraft, der ein voller Boiler, eine Pumpe oder eine geschlossene Leitung nicht standhält. Was im Sommer harmlos durch die Rohre fließt, sprengt bei Frost von innen, was ihm im Weg steht. Ein Frostschaden am Wassersystem ist der typische Winterschaden am Reisemobil - und einer, der sich mit einer halben Stunde Arbeit vermeiden lässt.
Das Tückische daran: Es reicht der Rest, den Sie übersehen haben. Der halbe Liter, der am tiefsten Punkt der Leitung steht. Das Wasser im Boiler, das Sie für abgelassen hielten. Der Schwapp im Siphon des Waschbeckens. Jeder dieser Reste kann in der ersten harten Frostnacht zum Problem werden.
Sicherheitshinweis: Restwasser, das Sie vor dem Frost nicht entleeren, kann Boiler, Pumpe und Leitungen von innen sprengen. Der Schaden ist oft nicht sofort sichtbar - er zeigt sich erst im Frühjahr als geplatzte Leitung oder gerissener Boiler und kostet schnell mehrere hundert bis über tausend Euro. Entleeren Sie das gesamte Wassersystem restlos, bevor die erste Frostnacht kommt, und verlassen Sie sich nicht auf „das bisschen Rest“.
Gehen Sie beim Wasser systematisch vor, vom Tank bis zum Hahn, und lassen Sie sich Zeit. Diese halbe Stunde ist die wichtigste des ganzen Einwinterns.
Schalten Sie zuerst die Wasserpumpe aus - ohne Wasser läuft sie heiß und kann Schaden nehmen. Öffnen Sie dann den Ablass des Frischwassertanks und lassen Sie ihn vollständig leer laufen. Danach kommt der Boiler, ein oft übersehenes Bauteil: Er ist auch dann voll, wenn Sie nur kaltes Wasser gezapft haben.
Viele Reisemobile mit Truma-Combi-Anlage haben dafür ein Sicherheits- und Ablassventil mit Frostschutz, das FrostControl. Es öffnet selbsttätig bei etwa 3 Grad am Ventil und lässt den Boiler leer laufen; schließen lässt es sich erst wieder ab rund 7 Grad. Verlassen Sie sich zum Einwintern aber nicht darauf: Truma übernimmt keine Garantie für Frostschäden, weil Öffnen und Ablaufen durch Umgebungseinflüsse gestört werden können. Stellen Sie ein Gefäß unter den Ablassstutzen, öffnen Sie die Warmwasserhähne und dann das Ventil von Hand, und prüfen Sie, ob die rund 10 Liter Boilerinhalt wirklich herausgelaufen sind. Bei anderen Boilern steht in der Anleitung, wo der Ablass sitzt.
Jetzt öffnen Sie alle übrigen Hähne und stellen sie in Mittelstellung, damit auch die Mischbatterie leer läuft; die Handbrause hängen Sie oben in die Duschstellung. Vergessen Sie die kleinen Nebenschauplätze nicht: die Außendusche, den Spülwassertank der Toilette und den Siphon am Abfluss, dessen Boden sich bei vielen Modellen abschrauben lässt. Toilettenkassette und Abwassertank leeren Sie an einer Entsorgungsstation.
Wer zusätzlich mit Druckluft ausbläst, achtet auf den Druck: Eine Aufbauanleitung nennt höchstens 1,5 bar. Sitzt bei Ihnen eine Druckpumpe außerhalb des Tanks, leeren Sie auch ihren Wasserfilter; danach darf diese Pumpe noch etwa eine Minute laufen, damit sie trocknet. Eine Tauchpumpe im leeren Tank bleibt aus.
Zum Schluss der Punkt, an dem viele scheitern: Lassen Sie alle Ablässe und Hähne über den Winter offen. Ein geschlossener Hahn hält den letzten Tropfen fest - und genau der friert. Offen bleibt offen, bis Sie im Frühjahr neu befüllen. Hängt das Ablassventil Ihres Fahrzeugs am Bordstrom, sieht dieselbe Anleitung vor, es über den Winter am Elektroblock auszuschalten, weil es sonst die Batterie zu schnell entlädt; ausgeschaltet schützt es die Anlage nicht mehr vor Frost. Umso wichtiger ist, dass Sie den Boiler vorher von Hand geleert haben.
Beachten Sie immer die Freigaben und Angaben in Ihrem Fahrzeug- und Aufbauhandbuch - dort steht auch, wo bei Ihrem Fahrzeug die Ablässe sitzen. Wer sauber entleert und alles offen lässt, hat das Wichtigste getan.
Der zweite große Winterverlierer ist die Batterie, und ihr Problem heißt Tiefentladung. Eine Batterie, die über Monate ungeladen steht, entlädt sich langsam selbst, und stille Verbraucher wie ein Gaswarner ziehen zusätzlich. Eine tief entladene Blei-, AGM- oder Gel-Batterie kann bei Frost einfrieren und nimmt dauerhaft Schaden; im schlimmsten Fall ist sie im Frühjahr hinüber.
Sie haben drei saubere Wege. Der erste: Die Batterie bleibt im Fahrzeug und hängt an einem Erhaltungsladegerät mit der Kennlinie für ihren Typ, das sie den Winter über auf Spannung hält; das kann auch das eingebaute Ladegerät am Landstrom sein, wenn es in die Erhaltungsladung wechselt. Das ist die bequemste Lösung, wenn eine Steckdose in der Nähe ist. Der zweite: Sie laden die Batterie vor dem Abstellen voll, trennen sie vom Bordnetz und laden sie über den Winter regelmäßig nach; eine Aufbauanleitung nennt dafür spätestens alle zwölf Wochen.
Der dritte, den dieselbe Anleitung für die Winterpause vorsieht: Sie bauen Starter- und Aufbaubatterie aus, lagern sie kühl und frostfrei und laden sie ebenfalls alle zwölf Wochen nach. Das ist gründlich, aber schwere Arbeit: Eine Bleibatterie wiegt schnell über 20 Kilogramm.
Beim Abklemmen gilt für den zweiten und dritten Weg dieselbe Reihenfolge: Landstrom und Verbraucher aus, dann wegen der Kurzschlussgefahr zuerst den Minuspol; beim Anklemmen im Frühjahr schließen Sie ihn zuletzt an. Hängt eine Solaranlage an der Batterie, trennen Sie vorher den Laderegler von ihr und schließen ihn im Frühjahr als Letztes wieder an. So verlangt es die Gebrauchsanweisung der Truma Combi, deren Elektronik sonst durch die unregelmäßige Spannung vom Solarmodul Schaden nehmen kann.
Für Lithium-Batterien gilt eine zusätzliche Regel: LiFePO4-Zellen dürfen nur innerhalb ihrer Ladetemperatur geladen werden, und die beginnt je nach Hersteller erst bei null bis plus fünf Grad - darunter kann Ladestrom sie dauerhaft schädigen. Viele moderne Akkus haben dafür einen Tieftemperaturschutz, der das Laden bei Kälte automatisch sperrt. Kühl gelagert überstehen sie den Winter in der Regel gut. Beim Ladezustand für die Einlagerung gehen die Hersteller allerdings auseinander: Manche empfehlen einen Teilladezustand um die Hälfte, andere ausdrücklich den vollen Akku. Wie Ihr Akku eingelagert werden will, steht in seinen Unterlagen.
Bleibt die Starterbatterie im Fahrzeug, vergessen Sie sie nicht. Auch sie entlädt sich, gerade bei modernen Fahrzeugen mit vielen Steuergeräten, die im Ruhezustand noch ein wenig Strom ziehen. Ein Erhaltungsladegerät oder regelmäßiges Nachladen mit einem Ladegerät hält sie fit - den Motor im Stand laufen zu lassen, ist dafür kein Ersatz.
Beim Gas sieht die Stilllegungs-Checkliste eines Aufbauherstellers vor: das Haupt-Absperrventil an der Flasche schließen, alle Gasabsperrventile im Fahrzeug schließen und die Gasflaschen aus dem Gaskasten nehmen, auch leere. Lagern Sie sie an einem gut belüfteten Ort über Erdniveau, nicht im Keller: Flüssiggas ist schwerer als Luft und sammelt sich unten. Der Kühlschrank will sauber, trocken und offen überwintern: Arretieren Sie die Tür in der Lüftungsstellung, die viele Verriegelungen dafür haben, und lassen Sie auch das Frosterfach einen Spalt offen, damit die Luft zirkuliert. Ein geschlossener, feuchter Kühlschrank ist im Frühjahr ein Schimmelnest, das Ihnen den Appetit verdirbt.
Mäuse suchen im Winter Unterschlupf, und im abgestellten Reisemobil sind sie ungestört. Dieselbe Checkliste lässt deshalb die Kamine mit passenden Abdeckkappen verschließen und weitere Öffnungen abdichten, die Zwangslüftungen ausgenommen, und das Fahrzeug regelmäßig nach Spuren absuchen, erstmals etwa einen Tag nach dem Abstellen. Angenagte Kabel können einen Kurzschluss und einen Brand auslösen; finden Sie Spuren, rät dieselbe Anleitung, sich an Händler oder Servicestelle zu wenden. Die Abdeckungen nehmen Sie im Frühjahr ab, bevor Heizung oder Gaskühlschrank zum ersten Mal laufen - im Betrieb verbietet Truma Kaminkappen ausdrücklich.
Auch die Dichtungen gehören dazu: Türgummis und Fensterdichtungen bekommen etwas Talkum, damit sie nicht am Rahmen festkleben oder festfrieren. Die Checkliste nennt außerdem geschmierte Scharniere und geölte Verriegelungen.
Bei der Feststellbremse widersprechen sich die Anleitungen. Ein Hersteller von Basisfahrzeugen sieht für längere Standzeiten vor, sie gelöst zu lassen und das Fahrzeug mit Unterlegkeilen und eingelegtem Gang zu sichern. Ein Aufbauhersteller verlangt dagegen, sie fest anzuziehen und bei Frostgefahr ab und zu zu lösen und wieder anzuziehen, das Fahrzeug vorher gegen Wegrollen gesichert. Maßgeblich ist die Anleitung Ihres Fahrzeugs; widersprechen sich die Anleitungen von Basisfahrzeug und Aufbau, fragen Sie Händler oder Hersteller.
Im abgestellten Reisemobil steht die Luft in Schränken, Ecken und unter den Polstern, und die Restfeuchte schlägt sich an den kältesten Stellen nieder, an Fenstern und Außenwänden. Wo es über Wochen feucht bleibt, wächst Schimmel. Der Aufbau nimmt keinen dramatischen Frostschaden wie die Wasseranlage, aber ein modriger Geruch und Stockflecken im Frühjahr sind ihre eigene Strafe.
Dagegen hilft vor allem Luft. Stellen Sie die Sitzpolster hochkant, damit die Luft auch unter ihnen zirkuliert, oder nehmen Sie sie über den Winter ganz heraus und lagern sie trocken. Leeren Sie Schränke und Staufächer und lassen Sie Türen, Klappen und Schubladen offen. Und lüften Sie regelmäßig kräftig durch, am besten an einem trockenen Tag - die Checkliste nennt für die Standzeit etwa alle drei Wochen, für den Innenraum, die Außenstaufächer und eine Garage, in der das Fahrzeug steht.
Ein Luftentfeuchter steht ebenfalls auf dieser Liste. Von einem Granulat-Behälter aus dem Zubehörregal sollten Sie allerdings keine Wunder erwarten: Ihr Wohnmobil ist kein dichter Raum. Die Zwangslüftungen, die für Kocher, Backofen und Atemluft offen bleiben müssen und die Sie niemals zukleben dürfen, lassen ständig Luft von draußen herein. Das Granulat zieht deshalb vor allem die Feuchte an, die immer wieder nachströmt. An einer bekannten Problemecke tut so ein Behälter trotzdem seinen Dienst. Kontrollieren und leeren Sie ihn über den Winter rechtzeitig: Die Salzlauge darin ist aggressiv, und was davon auf Polster oder Bodenbelag läuft, sehen Sie im Frühjahr noch.
Ein Wohnmobil, das den Winter durchsteht, ist mehr als ein trockener Aufbau. Der Diesel altert, die Reifen bekommen Standplatten, wenn das Fahrzeug monatelang an derselben Stelle steht. Das ist ein eigenes, größeres Thema - vom AdBlue über die Bremsen bis zum Reifendruck -, das den Rahmen dieser Checkliste sprengt.
Für den Winter nennt die Checkliste des Aufbauherstellers außerdem: Frostschutz im Kühlwasser prüfen lassen, den Tank mit Winterdiesel füllen und die Reifen bis zum empfohlenen Höchstdruck aufpumpen. Tanken Sie voll, bis die Zapfpistole abschaltet; Winterdiesel führen deutsche Tankstellen ab Mitte November, davor gibt es Übergangsdiesel. Den Reifendruck bringen Sie vor der nächsten Fahrt wieder auf den Fahrdruck.
Bewegen Sie das Fahrzeug etwa alle vier Wochen ein Stück, damit nicht immer dieselbe Stelle der Reifen trägt: Gut einen Meter genügt, dann steht jedes Rad etwa eine halbe Umdrehung weiter. Mit ausgebauter Starterbatterie geht das nicht ohne Weiteres; dann bleibt das Aufbocken, das dieselbe Checkliste als Alternative nennt, damit die Räder entlastet sind - mit ausreichend tragfähigen Unterstellböcken an den Aufnahmepunkten, die der Hersteller vorsieht, nie mit den Stützen des Aufbaus, die nicht als Wagenheber gedacht sind.
Und ein Gedanke, den Erfahrene beherzigen: Wenn das Fahrzeug zugelassen ist und Sie es im Winter fahren, dann richtig. Eine Runde um den Block schadet eher, als sie nützt. Ein kalter Diesel braucht im Winter deutlich länger, bis Öl und Kühlmittel auf Temperatur sind; auf den ersten Kilometern sammelt sich Kondenswasser im Öl und in der Abgasanlage, und eine angefangene Rußfilter-Regeneration bricht ab, bevor sie fertig ist - der dafür nacheingespritzte Kraftstoff kann dann ins Motoröl gelangen.
Rechnen Sie deshalb mit einer guten halben Stunde zügiger Fahrt, am besten über Land oder ein Stück Autobahn. Dann bekommen Sie auch, was Sie wollten: einen warmen Motor, eine nachgeladene Starterbatterie, verteiltes Öl und Reifen, die sich von ihrer Standfläche lösen. Suchen Sie sich dafür einen trockenen Tag, nicht gerade nach frischem Streuen, damit das Fahrzeug nicht nass und salzig zurück in die Standzeit geht. Und wenn sich das nicht einrichten lässt, lassen Sie es lieber stehen, statt es kalt zwei Kilometer um den Block zu fahren.
Wer die Wahl hat, stellt sein Reisemobil in einer Halle ab - dort schwankt die Temperatur weniger, und Sonne wie Streusalz kommen nicht heran. Nicht jede Halle ist dafür gleich gut: In einem unbelüfteten, feuchten Raum kann sich die Feuchtigkeit ebenso stauen wie im Fahrzeug selbst. Trocken und belüftet ist das Stichwort, nicht einfach nur überdacht.
Sicherheitshinweis: Lassen Sie den Motor in einer geschlossenen Garage oder Halle nie länger laufen, als Sie zum Hinausfahren brauchen, und öffnen Sie vorher das Tor - zum Laden der Batterie oder zum Warmlaufen taugt der Motor dort nicht. Abgase enthalten Kohlenmonoxid, das geruchlos und lebensgefährlich ist und sich in geschlossenen Räumen binnen Minuten anreichert. Dasselbe gilt für die Heizung: Steht das Reisemobil in einer Halle, schalten Sie sie am Bedienteil und, falls verbaut, auch über die App aus, deaktivieren eine Zeitschaltuhr und sperren die Brennstoffzufuhr ab, wie es Truma für die Combi verlangt.
Steht das Fahrzeug im Freien, ist der Untergrund wichtiger, als viele denken. Auf Rasen oder unbefestigtem Boden steigt Feuchtigkeit von unten an den Unterboden, die Reifen stehen im Nassen, und ein schweres Fahrzeug kann einsinken. Ein befestigter, wasserdurchlässiger Platz ist deutlich besser.
Beim Thema Abdeckplane scheiden sich die Geister, und zu Recht. Eine dichte Plane hält zwar Laub und Vogeldreck ab, sperrt aber auch die Feuchtigkeit unter sich ein und scheuert bei Wind am Lack. Die Checkliste des Aufbauherstellers verlangt eine luftdurchlässige Plane oder eine, die so aufliegt, dass die Belüftungsöffnungen frei bleiben. Wenn überhaupt, dann eine atmungsaktive, für Reisemobile gemachte Schutzhülle. Keine Plane ist besser als die falsche.
Bleibt die Frage, an der viele hängen: Darf das Fahrzeug den Winter über einfach an der Straße stehen? Für ein zugelassenes Reisemobil gilt dort zunächst das normale Parkrecht. Drei Regeln sollten Sie vorher kennen. Für ein Saisonkennzeichen bestimmt § 10 Abs. 3 FZV: „Das Fahrzeug darf von der das Fahrzeug führenden Person auf öffentlichen Straßen nur während des angegebenen Betriebszeitraums 1. in Betrieb gesetzt werden oder 2. abgestellt werden.“
Für Anhänger, also auch Wohnwagen, steht in § 12 Abs. 3b StVO: „Mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug darf nicht länger als zwei Wochen geparkt werden. Das gilt nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen.“ Und § 12 Abs. 3a StVO betrifft Kraftfahrzeuge über 7,5 t und Kraftfahrzeuganhänger über 2 t zulässiger Gesamtmasse: Innerhalb geschlossener Ortschaften ist mit ihnen in reinen und allgemeinen Wohngebieten, in Sondergebieten, die der Erholung dienen, sowie in Kur- und Klinikgebieten „das regelmäßige Parken in der Zeit von 22.00 bis 06.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig“, ausgenommen auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen. Dazu kommen örtliche Satzungen und Beschilderungen, die von Gemeinde zu Gemeinde verschieden sind.
Zum Schluss die andere Seite: Nicht alles, was als unverzichtbar gehandelt wird, ist es. Sie müssen das Fahrzeug nicht aufbocken, wenn Sie es etwa alle vier Wochen ein Stück bewegen - die Checkliste des Aufbauherstellers lässt die Wahl. Und im entleerten Trinkwassersystem brauchen Sie kein Frostschutzmittel; ins Kühlwasser des Motors gehört dagegen eines. Wenn Sie Ihr Wohnmobil winterfest machen, konzentrieren Sie die Sorgfalt dort, wo sie wirklich zählt: beim Wasser, bei der Batterie, bei der Feuchtigkeit.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ordnet die Lage allgemein und journalistisch ein (Stand: Oktober 2026). Er gilt vor allem für Deutschland - in Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln. Er ist keine Rechtsberatung, und Einzelfälle können anders liegen. Wenn es bei Ihnen konkret wird, fragen Sie die zuständige Stelle oder anwaltlichen Rat.
Ein sauber eingewintertes Reisemobil kostet im Herbst einen Nachmittag Arbeit. Wasser raus, Hähne auf, Batterie geladen, Feuchtigkeit im Griff - mehr ist der Kern nicht. Wer diese vier Punkte verinnerlicht, spart sich im Frühjahr den Schreck unter dem Fahrzeug und die Rechnung, die darauf folgt.
Und dann kommt der schöne Teil. Der erste milde Tag im Frühling, an dem Sie die Tür öffnen und es riecht nicht muffig, sondern nach nichts - nach einem Fahrzeug, das den Winter unbeschadet überstanden hat.
Sie setzen ausgebaute Batterien wieder ein, stellen die Gasflaschen zurück in den Gaskasten, zurren sie fest und nehmen die Abdeckungen von den Kaminen. Ist es noch kühl, heizen Sie kurz vor: Das FrostControl lässt sich erst ab etwa 7 Grad am Ventil schließen. Dann schließen Sie Ablässe und Hähne, füllen frisches Wasser ein und spülen und desinfizieren die Anlage, wie es Herstelleranleitungen nach längerer Standzeit vorsehen. Alles bleibt dicht, die Batterie hat Spannung, und der ganze Sommer liegt vor Ihnen. Genau dafür lohnt sich der Nachmittag im Herbst.
Was ist beim Einwintern des Wohnmobils am wichtigsten?
Am wichtigsten ist, das Wassersystem zu entleeren - Tank, Boiler, Pumpe, Leitungen, Siphon und Spülwassertank der Toilette - und alle Hähne und Ablässe offen zu lassen. Restwasser kann bei Frost Boiler und Leitungen von innen sprengen. Daneben zählen eine geladene Batterie, der Schutz vor Feuchtigkeit im Innenraum und Frostschutz im Kühlwasser des Motors.
Wie entleere ich den Boiler richtig?
Viele Reisemobile mit Truma-Combi-Anlage haben ein Sicherheits- und Ablassventil mit Frostschutz, das FrostControl. Es öffnet selbsttätig bei etwa 3 Grad am Ventil; schließen lässt es sich erst wieder ab rund 7 Grad. Verlassen Sie sich zum Einwintern nicht darauf: Schalten Sie die Wasserpumpe aus, öffnen Sie die Warmwasserhähne und das Ventil von Hand und prüfen Sie mit einem Gefäß unter dem Ablassstutzen, ob die rund 10 Liter Boilerinhalt herausgelaufen sind. Bei anderen Boilern steht in der Anleitung, wo der Ablass sitzt.
Muss ich alle Wasserhähne offen lassen?
Ja. Lassen Sie über den Winter alle Hähne und Ablässe offen und die Hähne in Mittelstellung, damit auch die Mischbatterie leer läuft. Ein geschlossener Hahn hält den letzten Tropfen fest, und genau der kann beim Gefrieren das Bauteil sprengen. Offen bleibt offen, bis Sie im Frühjahr neu befüllen.
Wie überwintert die Aufbaubatterie am besten?
Entweder hängt sie an einem Erhaltungsladegerät mit passender Kennlinie, oder Sie laden sie voll, trennen sie vom Bordnetz und laden regelmäßig nach - eine Aufbauanleitung nennt spätestens alle zwölf Wochen. Dieselbe Anleitung sieht für die Winterpause vor, Starter- und Aufbaubatterie auszubauen und frostfrei zu lagern. Beim Abklemmen kommt der Minuspol zuerst; mit Solaranlage trennen Sie vorher den Laderegler, wie es Truma für die Combi verlangt. Eine tief entladene Blei-, AGM- oder Gel-Batterie kann bei Frost einfrieren und dauerhaft Schaden nehmen. Lithium-Akkus dürfen je nach Hersteller erst ab null bis plus fünf Grad geladen werden; welchen Ladezustand der Hersteller fürs Einlagern vorgibt, steht in den Unterlagen.
Wie verhindere ich Schimmel im abgestellten Wohnmobil?
Sorgen Sie vor allem für Luftbewegung: Sitzpolster hochstellen oder trocken auslagern, Schränke und Staufächer leeren und offen lassen und etwa alle drei Wochen kräftig durchlüften. Ein Granulat-Entfeuchter hilft an Problemecken, wirkt aber begrenzt - wegen der Zwangslüftungen ist Ihr Fahrzeug nie ein dichter Raum, das Granulat zieht vor allem die nachströmende Feuchte an. Kondenswasser entsteht an den kalten Ecken, und daraus wird mit der Zeit Schimmel.
Brauche ich Frostschutzmittel im Wassersystem?
Im entleerten Trinkwassersystem nicht. Wer Tank, Boiler und Leitungen entleert und alle Hähne und Ablässe offen lässt, hat das Wichtigste getan; Druckluft hilft gegen Restwasser, eine Aufbauanleitung nennt dafür höchstens 1,5 bar. Ob ein Frostschutzmittel für Trinkwassersysteme in Ihre Anlage darf, steht in den Unterlagen von Fahrzeug und Boiler. Ins Kühlwasser des Motors gehört dagegen Frostschutz - lassen Sie ihn vor dem Winter prüfen.
Was kann ich mir beim Einwintern sparen?
Das Aufbocken, wenn Sie das Fahrzeug etwa alle vier Wochen ein Stück bewegen - die Checkliste eines Aufbauherstellers lässt die Wahl. Und Frostschutzmittel im entleerten Trinkwassersystem. Konzentrieren Sie sich auf Wasser, Batterie und Feuchtigkeit, und arbeiten Sie für Motor, Gas und Aufbau die Checkliste in Ihrer Anleitung durch.







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